Erfahrungen

Auf dieser Seite habe ich meine Erfahrungen beim Teichbau, der Teichpflege sowie mit den bisher von mir genutzten chemischen bzw. biologischen “Helfern” niedergeschrieben.
Ob die von mir gemachten Erfahrungen auf Dich und Deinen Teich anwendbar sind, kann ich allerdings nicht sagen - jeder Teich ist anders.

Viel mehr Erfahrungsberichte, hilfreiche Tips und Antworten auf Deine Fragen findest Du in einschlägigen Internetforen wie z.B. www.hobby-gartenteich.de . Dieses Forum kann ich Dir nur wärmstens empfehlen. Ich selbst habe mich dort nach mehrmaligem Besuch und viel Stöbern in den einzelnen Diskussions-Threads angemeldet.

Algen

Wie alle Gartenteichbesitzer bin ich auch freudiger Besitzer von Algen. Insbesondere die Fadenalge erfreut mich immer wieder mit reichlichem Erscheinen.
Ist ja gut, ich bin ja schon wieder ernst. Dann fang ich halt noch einmal von vorne an.
Wie alle Gartenteichbesitzer versuche auch ich die Algen - insbesondere die Fadenalgen - loszuwerden. Absammeln / abfischen beseitigt zwar eine große Menge Biomasse, jedoch kommen die Algen sehr schnell wieder - je nach Jahreszeit und Sonneneinstrahlung mehr oder weniger schnell und in verschiedenen Mengen. Nach ein paar Jahren habe ich genervt die guten Vorsätze - “In meinen Gartenteich kommt keine Chemie! Das ist ein Naturteich!” - über Bord geworfen und mich den chemischen bzw. biologischen Helfern zugewandt.
Hier meine Erfahrungen mit den von mir angewandten Produkten...

Fadenalgenvernichter von Söll (angewandt 2006)
Der Fadenalgenvernichter von Söll wirkt sehr langsam und vernichtet auch nie alle Algen; dafür scheinen die eingesetzten Bakterien aber eine gewisse Langzeitwirkung zu haben. Die Fadenalgen verlieren das “Klettenverhalten” und lassen sich besser abfischen.
Absolut nicht gefallen hat mir die “auftreibende” Wirkung des Aktivsauerstoffanteils. Ich hatte das Gefühl, der Aktivsauerstoff bringt den gesamten Teichschlamm an die Wasseroberfläche - kein schöner Anblick! Ich habe zwar versucht, möglichst viel von dem Dreck abzufischen, jedoch war dies bei der schleimigen Konsistenz des Treibguts nicht sehr effektiv.
Mein Fazit: ich würde diese Biokeule nicht wiederkaufen, da zu wenig effektiv und zu teuer.

TetraPond AlgoFin (angewandt 2007)
Effektiver und schneller bei der Vernichtung der Algen als der zuvor beschriebene Fadenalgenvernichter von Söll - Algen weg innerhalb weniger Tage. Und wenn ich hier “Algen” sage, dann meine ich wirklich alle Algen in meinem Gartenteich: Fadenalgen, Schmieralgen, und bestimmt auch alle für mich nicht sichtbaren Algen. Dafür wirkt TetraPond AlgoFin aber auch nur sehr kurzzeitig und auf keinen Fall vorbeugend - was allerdings auch so in der Beschreibung des Herstellers steht. Zumindest die Fadenalgen sind bei mir wiedergekommen.
Doch Vorsicht! Die abgetöteten Algen sinken zu Boden und werden zersetzt. Dazu wird viel Sauerstoff benötigt und dieser wird dem Teichwasser entzogen. Ich habe deshalb über mehrere Wochen mein Wasserspiel laufen lassen, um wieder Sauerstoff zuzuführen.
Mein Fazit: um die Algen erst einmal loszuwerden würde ich mir dieses Mittelchen immer wieder holen. Für die Dauer ist AlgoFin allerdings nix.

Graskarpfen (eingesetzt 2007)
Zuerst solltest Du einmal lesen, warum ich die Graskarpfen eingesetzt habe und was ich mir dabei gedacht (oder auch nicht gedacht) habe. Folge diesem Link und Du landest auf der Teichwelt-Seite.
Viele Erfahrungen mit den beiden Graskarpfen liegen mir bisher noch nicht vor. Ich kann nur sagen, dass die Fische sehr schreckhaft sind und ich sie deshalb kaum zu Gesicht bekomme. Anscheinend haben sie bereits die von mir in den Teich geworfene Wasserpest verdrückt. Ob sie auch Algen fressen? Keine Ahnung!
Auf jeden Fall haben sie auch noch nicht geschadet.
Mein Fazit: die Fische machen Spaß und sorgen dafür, dass ich länger in den Teich starre. Ich würde sie wieder kaufen und in meinen Teich setzen. Bis jetzt zumindest.

Update 14.06.2008:
Die beiden Graskarpfen sind nun ca. 20-25cm groß. Da Sie sehr scheu sind, sehe ich sie selten. Obwohl ich sie nicht füttere, nehmen die Pflanzen im Teich immer noch zu. Fadenalgen sind auch weiterhin vorhanden. Was genau die Graskarpfen fressen, kann ich nicht sagen, jedoch schaffen es einige Pflanzen wie z.B. Wasserminze und Froschlöffel nicht mehr, große Blätter hervorzubringen. Evtl. fressen die Graskarpfen sie in einem sehr frühen Stadium ab. Die jungen Blätter der Krebsscheren weisen auch Fress-Spuren auf.
Eine Frau aus Norddeutschland, welche mich per eMail kontaktiert hat, hat mir ein wenig Angst gemacht. Ihr ca. 40cm großer Graskarpfen frisst anscheinend alles, außer Seerosen. Es kann also noch heiter werden.

Alle 3 Versuche haben übrigens den für mich mit bloßem Auge sichtbaren Lebewesen anscheinend nicht geschadet. Im Teich wimmelt es immer noch von Molchen, Libellenlarven, Spinnengetier, Rückenschwimmern, etc.. Wie es mit dem Mikrokosmos aussieht, kann ich allerdings nicht sagen.
Auch die Wasserwerte wurden nicht negativ beeinflusst.

Teichschlamm

Bei der letzten Aufräumaktion ist mir der stinkende Schlamm am Boden des Teiches unangenehm aufgefallen. Als ich dann anschließend über den Söll Teichschlamm Entferner gestolpert bin, konnte ich einfach nicht anders und musste diesen kaufen und in den Teich kippen (natürlich der Anleitung folgend).
Der Teich sah danach aus, als ob ich einige Liter Milch hineingekippt hätte - Schock!
Zum Glück war dieser milchige Anblick nur von kurzer Dauer. Das Wasser klarte schnell wieder auf. Zurück blieben allerdings anscheinend mineralische Ablagerungen auf den Blättern der Wasserpflanzen. Diese habe ich dann durch leichtes “Schütteln” wieder gesäubert.
Ob der Söll Teichschlamm Entferner wie versprochen wirkt kann ich (noch?) nicht sagen, da ich weder die Höhe der Schlammablagerungen vorher / nachher vergleichen kann (ja, genau - ich habe vergessen, die Höhe der Schlammablagerungen vor Einsatz des Helferleins zu messen - wie unprofessionell) noch eine weitere Geruchsprobe durchgeführt habe. Zumindest scheint aber auch durch den Einsatz des Söll Teichschlamm Entferners kein Schaden entstanden zu sein.
Mein Fazit: da ich keine sichtbare Wirkung erkennen kann, werde ich nie wieder Geld für Teichschlamm Entferner ausgeben.

Tiefenzonen im Teich

...müssen sein. Deshalb habe ich in meinem Teich auch verschiedene Tiefenzonen angelegt. Schaust Du hier.
Leider habe ich 2 Dinge nicht bedacht, und darauf möchte ich hier hinweisen. Du musst ja nicht die gleichen Fehler machen, wie ich.
(1) Überlege vorher, welche Pflanzen Du in den Tiefenzonen ansiedeln möchtest! Wähle erst die Pflanzen aus und lege dann die passenden Tiefenzonen an. Auch hier gilt: erst denken, dann handeln.
Ich hab das Denken leider diesmal vergessen und erst die Tiefenzonen angelegt. Einige davon würde ich jetzt gern ändern, was jedoch, da der Teich komplett gefüllt ist, sehr viel Aufwand bedeuten würde. Ich werd’s also so lassen wie’s ist und damit leben müssen.
(2) Tiefenzonen im Teich sollten Pflanzerde aufnehmen können, ohne dass diese in die Tiefe des Teiches entgleiten kann. Das bedeutet, dass die Tiefenzonen einen hochstehenden Rand zur angrenzenden, tieferen Teichzone haben müssen. Ich hab’s nicht bedacht und musste deshalb alle Pflanzen in Gefäßen unterbringen.
Bedenke aber auch, dass diese hochstehenden Ränder das glatte Einlegen der Teichfolie erschweren.

Du kannst Dir anhand meiner Beschreibungen nicht vorstellen, was ich meine? Dann schau Dir bitte meine Teichbau und Teichwelt Seiten an. Wenn Du dann noch fragen hast, kannst Du mir ja eine eMail an den Webmaster schreiben.

Wasserwerte

...habe ich eigentlich nie betrachtet bzw. gemessen. Der Teich füllte sich schnell mit Leben und alles schien wunderbar in Ordnung zu sein. Doch dann kamen die bereits erwähnten Graskarpfen hinzu. Fische reagieren empfindlich auf falschen pH Wert und zu wenig Sauerstoff. Mit diesem Wissen kam das schlechte GeWissen, nicht zu wissen, wie die Wasserquälität des Teiches ist. Und so habe ich das Messen angefangen. Genau, gemessen habe ich was, doch leider konnte ich nicht bewerten, ob es nun gut oder schlecht ist. Und so tauchte ich in die Welt der Internetforen ein. Da ich kein Chemiker bin und deshalb so einige Verständnisprobleme habe, habe ich gelesen, gelesen und gelesen. Manchmal habe ich auch gefragt (wozu ich mich natürlich in den Foren anmelden musste) und wieder die Antworten bekommen, die ich nicht so richtig verstanden habe. Kurz gesagt, mein Geld wurde weniger, weil ich ja Streifentests und später, da Streifentests ungenau sind, Tröpfchentest kaufen musste. Auch meine Zeit wurde weniger, weil ich ja die Messergebnisse nicht bewerten konnte und deshalb mehr Zeit im Internet verbringen musste.
Bis zu dem Tag, als ich im oben genannten Forum die folgende Antwort erhielt: “Hallo Holger, deiner Teichbeschreibung nach wird dein Teich sich bei pH= 8 einpendeln. Was ist daran schlecht ??? Der pH wird sinken,wenn es mal kräftig regnet. ...” Auch wurde ich nett darauf hingewiesen, dass meine laienhaften Messungen eh sehr ungenau sind - also eigentlich bessere Schätzwerte.
Das Leben im Teich ist durch mein Messen nicht besser geworden - nur mein Geldbeutel leerer und meine Zeit knapper.
Mein Fazit: ich messe nicht mehr.

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Aktualisiert:
Samstag, 14. Juni 2008